Gemeinsam gegen den Herzinfarkt e.V.

Kardioverein Rems-Murr-Kreis

Akuter Herzinfarkt

 

"Es gibt tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit" (Ludwig Börne)

 

 

Beim Herzinfarkt (medizinische Bezeichnung „Myokardinfarkt“) sterben Herzmuskelzellen ab, da sie zu wenig Sauerstoff oder Nährstoffe erhalten. Meistens ist die Blutzufuhr über kranke Herzkranzgefäße („Koronararterien“) verringert, so dass zu wenig Blut und somit zu wenig Sauerstoff an die Herzmuskelzellen gelangt. Dies kann durch chronische Ursachen - schleichende Gefäßverkalkung - geschehen oder auf einem akuten Geschehen - plötzlicher Gefäßverschluss - beruhen. Werden die Herzmuskelzellen nicht ausreichend mit Blut versorgt, so reagiert der Körper mit einer Warnung im Sinne von akuten oder wiederkehrenden Schmerzen und anderen Symptomen.

 

Schmerzen in der Brust, die akut auftreten und in Ruhe nicht nach 5 bis 10 Minuten verschwinden, sind ein Alarmsignal bei dem umgehend gehandelt werden sollte. Begleitet werden können diese Schmerzen von einer Ausstrahlung in den Arm, den Hals, die Zähne oder den Rücken. Sehr häufig tritt Angst auf. Weitere Zeichen für einen akuten Herzinfarkt sind Atemnot, Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Kaltschweißigkeit. Auch wenn keine Brustschmerzen, aber eines der anderen genannten Symptome, z. B. plötzliche Luftnot auftritt, muss an einen Herzinfarkt gedacht werden. Bei Frauen sind die Beschwerden häufig weniger stark ausgeprägt als bei Männern, nichts desto trotz müssen sie wahr- und ernstgenommen werden. Vor allem bei älteren Menschen treten wenige oder auch gar keine typischen Beschwerden auf, hier kann eine akute Verwirrtheit ein Symptom für einen Herzinfarkt sein, das in jedem Fall ebenfalls ernstgenommen werden sollte.

 

Jeder Patient mit Herzinfarkt muss sofort in ein Krankenhaus gebracht werden. Denn die akute Sterblichkeit ist aufgrund von auftretenden Herzrhythmusstörungen extrem hoch. Noch immer sterben ca. 30% der Betroffenen. Ein Zögern oder ein abwartendes Verhalten verringert die Zeit bis zur Diagnosestellung und dem Beginn einer geeigneten Therapie.

Die Wiederherstellung eines optimalen Blutflusses zum Herzmuskel hat oberste Priorität und wird heutzutage in erster Linie durch eine Herzkatheteruntersuchung mit Wiedereröffnung des Blutgefäßes und Implantation einer Gefäßstüzte (sogenannter „Stent“) gewährleistet. Unterstützend werden blutgerinnungshemmende Medikamente gegeben.

 

Zögern Sie nicht, bei Beschwerden, die einen Herzinfarkt anzeigen können, den Rettungsdienst zu alarmieren. Wählen Sie die 112!

 

Treten die genannten Symptome unter Belastung auf, kann es sich um eine „Instabile Angina pectoris“, quasi die Vorstufe eines Herzinfarktes handeln. In diesem Fall sollte sich an den  Hausarzt und einen niedergelassenen Kardiologen gewendet werden, die weitere Untersuchungen durchführen werden.

 

Bei weiteren Fragen zum akuten Herzinfarkt, kommen Sie zu einer der unter „Termine“ aufgeführten Veranstaltungen. Weitere Informationen geben wir Ihnen gerne persönlich oder per Mail. Außerdem finden Sie viele Antworten auf der Homepage der

Deutschen Herzstiftung e. V.“.

 

Der Herzinfarkt ist eine Krankheit, für die es heutzutage gute Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Die Gesundheit von Ihnen liegt uns Kardiologen am Herzen.

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